geschrieben von Daniel
Hallo ihr Lieben! Jetzt haben wir lange nichts mehr von uns hören lassen. Der Winter bietet uns allen die Chance, etwas in uns zu gehen, Altes zu reflektieren und uns bewusst auf den neuen Zyklus – das neue Jahr – einzustellen.
Das haben auch wir gemacht und sind dabei auch – mehr oder weniger – in einem kleinen Winterloch gelandet, was uns aber auch die Möglichkeit gab, etwas für unsere weitere Reise zu lernen.
Was so alles los war und was unsere wunderbaren Pläne für dieses Jahr sind, das könnt ihr in diesem Beitrag lesen.
Inhaltsverzeichnis
Was bisher geschah
Unser letzter Stopp im Jahr 2023 war in Lombos Garden in Portugal, wo wir vor allem mit den Themen Spiritualität und Arbeiten mit dem Land zu tun hatten. Bodenaufbau, Kompostierung und Bäume pflanzen in Verbindung mit Gemeinschaft, einer täglichen spirituellen Routine mit verschiedenen Einflüssen und unserer eigenen spirituellen Reise. Mehr dazu könnt ihr in unserem Artikel dazu lesen –> HIER.
Danach sind wir zum Weihnachtsfest wieder nach Hause gefahren – auch auf dem Landweg. Wir blieben unserer „Wir fliegen nicht“-Mentalität treu und hatten damit auch die Möglichkeit, die Heimreise über mehrere Tage zu strecken. So konnten wir noch einen Tag in Sevilla und 3 Tage in Barcelona einschieben, was sehr schön war!
Auch wenn es für mich persönlich immer anstrengender wird, in Großstädten unterwegs zu sein, muss ich doch zugeben, dass es einfach unglaublich viel zu entdecken gibt und wirklich schöne Ecken auf uns warteten. Und da Bilder ja angeblich mehr sagen als tausend Worte, könnt ihr euch hier ein paar Impressionen von unserer Heimreise anschauen (einfach draufklicken zum Vergrößern).
















Danach kam dann das familiäre Weihnachtsfest und wir konnten wieder etwas runterkommen von unserem Nomadenleben. Es war schön, einen Ort zu haben, an den wir zurückkommen und uns für eine Zeit einfach mal zur Ruhe setzen konnten, um zu integrieren und unbeschwert Zeit zu verbringen – Danke liebe Eltern, dass ihr das möglich gemacht habt! ❤
Anschließend haben wir am Silvesterabend unser erstes „vor Ort“ Gemeinschaftstreffen gehabt mit unserer neu gegründeten Kerngruppe, aus der in Zukunft mit ganz viel Hoffnung, Liebe und Tatkraft eine eigene Gemeinschaft erwachsen wird. Das war ganz wunderbar und ich bin heute noch davon überrascht, wie warmherzig und offen und gleichzeitig konstruktiv und durchdacht unser Treffen war. Ich glaube das war eines der schönsten Silvester meines Lebens. 🙂
Dann wurde es spannend, denn plötzlich waren wir in einer Art Vakuum, wo wir nicht wussten, wie es jetzt weitergeht und was unsere nächste Station ist – das Winterloch hatte uns eingeholt. Wir haben uns schon gedacht, dass Volunteering im Winter irgendwie anders sein muss und haben es irgendwie versäumt, vernünftig vorauszuplanen.
Da waren wir nun also plötzlich wieder – daheim bei den Eltern und ganz groß die Frage: Was kommt jetzt? Ich fand es erstaunlich, wie sehr mich diese Leere im Leben am Anfang beschäftigt hat. Ich konnte das überhaupt nicht genießen sondern hatte ständig den Gedanken „Ich will doch so viel machen – und jetzt sitze ich hier rum! Ich muss jetzt etwas Sinnvolles mit meiner Zeit anfangen“. Das hat den Druck ordentlich hoch geschraubt und wir hatten beide sehr damit zu kämpfen, uns jetzt selbst aufzuraffen und unsere Zeit konstruktiv zu nutzen.
Was dabei für mich herauskam beschreibe ich unten in der Überschrift „Meine Projekte“ aber ich verrate schonmal so viel – ich habe mich endlich ernsthaft einem Thema angenommen, was schon sooooooo lange in mir gebrütet hat und jetzt ENDLICH mal raus darf. 🙂 Doch zuerst musste ich mich selbst organisieren und das empfand ich als gar nicht so einfach.
Unser weiterer Plan war, für unser spirituelles wieder-auftanken zurück nach Wales in den Ashram von Dru zu fahren, da wir dort am Anfang der Reise die absolut wunderbarste Zeit hatten – mehr darüber lesen kannst du HIER und HIER. Dieser Aufenthalt verschob sich aber bis auf Ende Februar und plötzlich hatten wir fast zwei Monate Leere zu füllen.
In diesen zwei Monaten haben wir uns als kleine Kerngemeinschaft bereits zweimal in der Gemeinschaft Zukunftsdorf Waldhof getroffen – eine Gemeinschaft, wo wir letztes Jahr knappe 5 Wochen verbracht haben und die uns nie losgelassen hat. Mehr dazu lesen könnt ihr –> HIER.
Seit dem 20. Februar ist es aber wieder soweit und wir sind wieder in Wales – die beste Entscheidung überhaupt. 🙂 Auch wenn es viel kälter ist als letztes Jahr und wir dadurch weniger Frühlings- und Sommerfeeling haben ist dieser Platz hier dennoch nach wie vor etwas Magisches und wir sind jetzt nach unseren ersten beiden Wochen schon wieder sehr erfüllt und glücklich, hier zu sein!

Reflektionen 2023
Was wäre ein Jahreswechsel ohne Reflektionen? Gerade wenn man ein Jahr hinter sich hat, was so gepackt mit Eindrücken und innerem Wachstum ist, wie es bei uns der Fall war. Wir haben uns also für das gemeinsame Silvester, aber auch für uns selbst, die Zeit genommen, einige Dinge zu reflektieren, die in 2023 passiert sind und darauf aufbauend auch zu überlegen, was wir in 2024 ändern wollen.
Hier sind meine Reflektionen für 2023
- Bei all der Unsicherheit und Unklarheit, die mich in 2023 lange begleitet haben, kann ich dennoch sagen, dass diese Reise die absolut richtige Entscheidung war. Etwas in mir hat nach einer Entwicklung, einer Veränderung gerufen und ich habe darauf gehört. Je mehr ich mich damit beschäftige und mich frage, was es eigentlich bedeutet zu leben, desto mehr lerne ich eine Sache: Es gibt eine innere Weisheit, eine innere Klarheit. Und darauf zu hören ist nicht immer die leichteste, aber vermutlich die richtigste und wichtigste Entscheidung, um das Leben aktiv zu leben und nicht passiv zu erleben.
- Leben in Gemeinschaft: Ja! Leben in einer großen Gemeinschaft (z.B. mehr als 60 Menschen): Nein. Leben in einer Gemeinschaft ohne inspirierende Vision: Nein. Leben in einer Zweckgemeinschaft: Nein. Spiritualität in Gemeinschaft: Ja
- Weiterhin hat sich meine Suche nach einer sinnvollen Beschäftigung entwickelt und was zunächst sehr kompliziert erschien lässt sich dann doch relativ einfach herunterbrechen und eröffnet mir so Optionen für meinen beruflichen Widereinstieg:
- Arbeit an etwas Sinnvollem (Krisenbewältigung, Naturverbundenheit, Schaffung von Verbindung zwischen Menschen, Entwicklung einer positiven Zukunft für die Menschheit, Arbeit zum Wohle aller lebendigen Wesen, etc.), dass wichtiger ist als meine eigenen Bedürfnisse.
- Einbringen meiner erlangten technischen Expertise: gerne.
- Arbeit mit Menschen (als Coach, Therapeut oder in einer Leitungsfunktion): gerne.
- Nach wie vor sind in einer Gemeinschaft und auch in der Welt immer die Menschen um uns herum das Wichtigste. Für mich drückt ein spiritueller Spruch das besonders gut aus: „Wenn dich jemand besucht, dann gib immer dein bestes, dass er/sie sich wohlfühlt, denn es könnte sein, dass diese Person Gott ist, der dir einen Besuch abstattet“ Und wenn es nicht Gott ist, dann hast du jemanden glücklich gemacht, und was könnte wichtiger sein?
- Meditation hilft! Ich habe im letzten Jahr durch eine weithin durchgezogene, tägliche Praxis gelernt, weniger in der Zukunft und in der Vergangenheit zu sein und dort herum zu analysieren. Meditation hat mir geholfen meine Ängste Ängste sein zu lassen, meine Zukunft Zukunft sein zu lassen und diese nicht zu ignorieren, aber (für mich) realistisch darauf zu blicken und mir klar zu werden, dass die Welt sich um mich kümmern wird, wenn mein höchstes Ziel ist, mich um die Welt zu kümmern (z.B. durch einen sinnvollen Beruf). Dadurch habe ich einen nie gekannten inneren Frieden entwickelt. 🙂
- Da gibt es sicherlich noch einiges mehr, aber das sind vermutlich die wichtigsten Reflektionen. Wenn ihr Fragen habt, dann schreibt das gern in die Kommentare oder meldet euch sonstwie bei mir. 🙂

Und hier die Reflektionen von Elsa
- Wachstum (und Leben) verläuft in Wellen. Und davon habe ich im letzten Jahr einige gehabt. Es gab viele unglaublich schöne Momente, und einige sehr schwere Phasen. Und das alles gehört dazu. Mit der Zeit kann ich das sehen und mich auch in den schwierigeren Momenten daran erinnern.
- Ein Leben in Gemeinschaft erscheint mir sinnvoll und machbar. Wie genau sich das ausgestalten wird ist noch offen. Fest steht aber, dass es bestimmt nicht immer leicht sein wird. Trotzdem bin ich nach dem letzten Jahr davon überzeugt, dass es für mich eine gute Art zu Leben darstellt und ich bin bereit dafür Reibungspunkte und Beziehungspflege in Kauf zu nehmen.
- Yoga, Meditation und gelebte Spiritualität sind mir wichtig und sollen in meinem Leben einen festen, alltäglichen Platz haben. Auch hier ist noch offen, wie sich das genau ausgestalten wird. Aber durch eine regelmäßige Yoga- und Meditationspraxis habe ich bereits einiges gelernt und und kann mein Leben etwas entspannter wahrnehmen und mehr genießen.
- Hier spielt auch mit hinein, dass ich Yoga unterrichten möchte. Ich möchte weitergeben, was ich gelernt habe, meine Erfahrungen und wie das vielleicht auch anderen Menschen zu einem entspannteren und bewussteren Leben verhelfen kann.
- Kommunikation ist das A und O. Bei egal was. Und immer wieder gerate ich in Situationen, bei denen ich merke: „Da hätte ich mal mehr/genauer/anders kommunizieren sollen…“ Naja. Das bleibt ein Lernfeld für mich. Ein recht spannendes, weil mit jedem Menschen andere Kommunikation gefragt ist und es mir bei unterschiedlichen Themen unterschiedlich leicht oder schwer fällt. Dran bleiben lohnt sich aber in jedem Fall!

Neues Jahr, neues Glück – unsere Pläne
Das Jahr 2024 dürfte in Sachen „Weichen für die Zukunft stellen“ wohl eines der interessantesten meines Lebens werden.
Zunächst habe ich mich entschieden, mir 2024 mit der Ausbildung zum Heilpraktiker einen Lebenstraum zu erfüllen. Lange denke ich schon über einen professionellen Grundstein für eine therapeutische Laufbahn nach, ein Zweitstudium war mir aber immer zu langwierig. Somit kann ich dann ab Oktober 2025 theoretisch endlich damit anfangen, Menschen therapeutisch zu begleiten und mich Vollzeit mit meiner Leidenschaft zu beschäftigen – der Psychologie und der Frage, wie ein menschliches Leben ganzheitlich gelingen kann.
Mehr dazu unten unter der Überschrift Meine Projekte.
Weiterhin nimmt unsere kleine, neu gegründete Gemeinschaft Formen an und wir werden nach unserem Aufenthalt in Dru zunächst einen Gemeinschaftsworkshop im Schloss Tempelhof machen – den sog. GIP (Gemeinschaft im Prozess) inkl. WIR-Prozess und danach wieder einen Monat in der Gemeinschaft am Zukunftsdorf Waldhof verbringen. Und dieses Mal werden wir als kleine Kerngemeinschaft eingebettet in die Gemeinschaft vor Ort alle gemeinsam wohnen, worauf ich mich jetzt schon unglaublich freue!
Das ist eine neue Phase unserer kleinen Gemeinschaft und wir sind gespannt, wie uns der Monat gefällt und wie wir uns miteinander verstehen. Außerdem können wir unsere Energie in ein Projekt einbringen, was für mich eine große Faszination ausübt und wo ich das Gefühl habe, hier auf jeden Fall sehr sinnvoll beitragen zu können!
Am Ende dieser Phase steht dann die Entscheidung an, ob und wie wir als Kerngemeinschaft weitermachen wollen, oder ob wir doch nicht gemeinsam den Weg in eine Gemeinschaft antreten wollen.
Spannende Fragen, die die Weichen für den Rest des Jahres – vermutlich auch weit darüber hinaus – stellen werden. In den Sommermonaten möchten wir endlich eine längere Wanderung machen und damit so langsam unsere Reise ausklingen lassen. Ab August/September werden wir uns wieder um einen längeren Aufenthalt mit Arbeit und Alltag bemühen, denn so langsam wird es für uns Zeit uns zu erden, Dinge zu integrieren und Zeit und Energie bewusst in langfristige Bahnen zu lenken und auch einfach mal wieder für länger irgendwo „anzukommen“.
Bis dahin kann und wird aber noch sehr vieles passieren und mein neu gewonnener innerer Frieden hat für das kommende Jahr vor allem eines dabei: Jede Menge Vorfreude!
Ich bin unglaublich dankbar für alles, was wir erleben und bin gespannt, wie unser Leben so weitergeht – wir halten euch auf jeden Fall auf dem Laufenden!

Meine Projekte
Du willst also wissen, womit ich mir all die „leere“ Zeit Anfang des Jahres vertrieben habe? Nun, nachdem ich 2 Tage völlig in der Luft hing habe ich mir gesagt „Das Universum schenkt dir jetzt Zeit, an deinen Träumen zu arbeiten“. Also habe ich mir Gedanken gemacht, Dinge aufgeschrieben und folgendes ins Rollen gebracht:
Wie schon erwähnt – ich werde mich mehr der Arbeit mit Menschen widmen. Ab September 2024 bis Oktober 2025 werde ich eine Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie (HPP) machen, und zwar bei einer guten Freundin und Mitglied unserer Kerngemeinschaft, Maria.
Maria hat eine unvergleichliche Leidenschaft für ihren Beruf und es liegt ihr sehr am Herzen, Menschen, die sich zum HPP entscheiden, eine erstklassige Ausbildung mit auf den Weg zu geben. Es ist schon fast eine unverschämte Koinzidenz, dass mein Wunsch nach einer professionellen psychologischen Grundausbildung vom Universum damit beantwortet wird, dass es Maria daher schickt. Ich freue mich wahnsinnig auf die Zeit der Ausbildung, da ich auch sonst bereits mit Maria an der Gemeinschaft, aber auch an anderen Dingen arbeite.
Solltest du auch Interesse haben eine Ausbildung zum HPP zu machen oder du kennst jemanden, der das vorhat, dann schau dich gern hier um und melde dich bei mir oder Maria, wenn es Fragen gibt: Ausbildungsbroschüre.
Weiterhin werde ich mich wohl so ab April diesen Jahres als Coach für innere Klarheit und Veränderungsprozesse zeigen und dort hoffentlich dazu beitragen, die große „Mental-Health-Crisis“ die gerade über uns hereingebrochen ist, effektiv zu bekämpfen. Sobald meine Homepage online ist und ich anfange, werde ich nochmal einen Post veröffentlichen.
Das Projekt Coaching und Therapie beschäftigt mich schon ewig und ich habe mich dann in der „leeren“ Zeit Anfang diesen Jahres intensiv mit der Ausarbeitung eines Coachingprogramms und einer Homepage auseinandergesetzt. Ich freue mich, wenn es dann im April endlich losgeht. 🙂

Außerdem mache ich mit Maria gemeinsam einen Podcast zum Thema Heilpraktiker für Psychotherapie, der neben der Ausbildung auch die praktische Arbeit mit allen Themen rund um Therapie und seelische Gesundheit umfasst. Schaut doch gern vorbei und helft uns, den Kanal zu verbreiten, indem ihr ihn Menschen zeigt, die vielleicht davon profitieren können: Youtube Kanal Maria Bliklen.
Das hier ist unsere letzte Folge, in der wir uns mit dem Thema „Sicher durch die Abschlussprüfung“ beschäftigen: Folge 3: Sicher durch die Prüfung
Wenn du selbst Fragen zum Thema Heilpraktiker für Psychotherapie hast, dann melde dich gern in den Kommentaren oder über die Mailadresse im Impressum! Ich freue mich auf Zuschriften und vielleicht wird ja eine Podcast-Folge draus.
Und als letztes werde ich mich in der Gemeinschaft Waldhof mit einem revolutionären Stoffstromkonzept auseinandersetzen, was nicht nur dabei hilft Strom und Wärme aus CO2-armen Quellen zu gewinnen, sondern auch noch eine dezentrale Abwasserentsorgung und ökologische Düngemittelfabrik in einem ist. Sehr inspirierend, ich bin gespannt wieviel davon Utopie und wieviel davon tatsächlich umsetzbar ist!
Vielen Dank, dass ihr unseren Blog lest und wir hoffen wie immer, dass ihr etwas für euch mitnehmen konntet! Bis bald!

Hinterlasse einen Kommentar